Kurz gesagt

Die telefonische Krankschreibung ist seit einem Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses vom Dezember 2023 dauerhaft möglich. Voraussetzung ist, dass die Praxis dich bereits kennt und keine schweren Symptome vorliegen. Sie gilt für bis zu fünf Kalendertage. Besteht die Erkrankung danach fort, ist für die Folgebescheinigung ein Praxisbesuch nötig. Einen Anspruch auf eine telefonische Krankschreibung gibt es nicht, die Entscheidung trifft die Praxis.

Gesundheit & Alltag

Krankschreibung per Telefon.
Wann sie geht, und wann nicht.

Von Danny Thiel · · 6 Min. Lesezeit
Was gilt Die Voraussetzungen Der Anruf in der Praxis Der Arbeitgeber Was ich übernehme

Du wachst auf und weißt sofort, dass heute nichts geht. Der Weg in die Praxis wäre eine Stunde: hin, warten, zurück. Und dann sitzt du mit Fieber im Wartezimmer neben jemandem, der auch Fieber hat.

Genau dafür gibt es die telefonische Krankschreibung. Sie ist seit Dezember 2023 dauerhaft möglich, allerdings nicht in jedem Fall und nicht unbegrenzt.

Hier steht, wann sie geht, wie lange sie gilt und was du im Gespräch brauchst. Eine ärztliche Beratung ersetzt das nicht.

Was seit dem Beschluss gilt

Der Gemeinsame Bundesausschuss hat die Regelung Anfang Dezember 2023 dauerhaft gemacht. Was in der Pandemie als Ausnahme begann, ist seitdem ein fester Weg, unter anderem um Praxen zu entlasten.

Die telefonische Bescheinigung gilt für bis zu fünf Kalendertage. Besteht die Erkrankung danach weiter, brauchst du für die Folgebescheinigung einen Termin in der Praxis.

Umgekehrt gilt: Wurde die erste Bescheinigung beim Praxisbesuch ausgestellt, kann die Verlängerung auch telefonisch festgestellt werden. Eine Einordnung dazu gibt die Meldung zur dauerhaften telefonischen Krankschreibung.

Die Voraussetzungen, die oft übersehen werden

Die Praxis muss dich kennen. Das ist die wichtigste Hürde: Wer keine Hausarztpraxis hat, kommt auf diesem Weg nicht weiter. Was dann geht, steht in Krank und kein Hausarzt.

Keine schweren Symptome. Lässt sich die Erkrankung telefonisch nicht sicher einschätzen, muss persönlich untersucht werden. Das ist kein Misstrauen, sondern ärztliche Sorgfalt.

Kein Anspruch. Es gibt kein Recht auf eine telefonische Krankschreibung.

Die Praxis entscheidet im Einzelfall. Manche Praxen bieten stattdessen eine Videosprechstunde an.

Und noch etwas Praktisches: Die Praxis braucht Zeit dafür. Ruf möglichst früh in der Telefonsprechstunde an, nicht kurz vor Schluss.

Der Anruf in der Praxis: was du sagst

Der Einstieg: „Guten Tag, mein Name ist [Name], Geburtsdatum [Datum]. Ich bin krank und würde gern wissen, ob eine telefonische Krankschreibung möglich ist.“ Dann beschreibst du die Beschwerden und seit wann sie bestehen.

Leg dir vorher zurecht: seit wann, welche Beschwerden, Fieber gemessen oder nicht, bis wann du die Bescheinigung brauchst und ob dein Arbeitgeber sie ab dem ersten Tag verlangt.

Frag am Ende, wie du die Bescheinigung bekommst und ob die Praxis sie direkt elektronisch an die Krankenkasse übermittelt. Für dich geht es dann nur noch um die Meldung beim Arbeitgeber.

Der zweite Anruf, den alle vergessen

Die Krankschreibung regelt die Praxis. Deinem Arbeitgeber musst du trotzdem selbst Bescheid geben, und zwar unverzüglich, meist vor Arbeitsbeginn.

Für viele ist genau dieser Anruf der schwerere von beiden. Nicht wegen der Formalität, sondern wegen des Gefühls, sich rechtfertigen zu müssen. Was dabei hilft und welche Sätze reichen, steht in Krankmeldung: wenn der Anruf schwerer ist als die Krankheit.

Zur Erinnerung: Du musst keine Diagnose nennen. Dass du krank bist und wie lange voraussichtlich, genügt.

Was ich dabei übernehmen kann und was nicht

Ehrlich vorweg: Den Anruf in der Praxis muss du selbst führen. Für die Krankschreibung muss die Ärztin mit dir sprechen, das ist der Kern der telefonischen Feststellung. Da kann niemand für dich einspringen.

Was ich übernehmen kann, ist der Anruf beim Arbeitgeber, die Meldung in der Schule oder Kita, und wenn ein Termin für die Folgebescheinigung nötig ist, mache ich den aus.

Das klingt nach wenig, ist aber oft genau der Teil, der liegen bleibt.

Den Anruf in der Praxis musst du selbst machen. Die Krankmeldung beim Arbeitgeber und den Termin für die Folgebescheinigung übernehme ich, wenn du magst.

Die Krankmeldung beim Arbeitgeber. Die übernehm ich.

Ich bin Danny. Du schreibst mir, bei wem du dich melden musst, und ich rufe an, sage, dass du krank bist, und gebe weiter, was weitergegeben werden soll.

Eine Diagnose nenne ich nicht. Oft noch am selben Morgen erledigt.

Meinen Anruf abgeben

Erst eine Frage? Schreib mir einfach, ich antworte persönlich.

Wie das bei Telefonangst genau läuft

Die telefonische Krankschreibung nimmt dir den Weg in die Praxis ab, nicht das Gespräch. Fünf Tage, bekannte Praxis, keine schweren Symptome: das sind die Eckpunkte.

Und den Anruf beim Arbeitgeber danach muss nicht du machen.

Ähnliche Artikel

🤒Krank melden ohne anzurufen – geht das wirklich? 🩺Krank und kein Hausarzt – woher die Krankmeldung? 🗓️Arzttermin ohne anrufen: ich mach den Termin 📝Was soll ich am Telefon sagen? Anruf-Skript zum Mitlesen

Häufige Fragen

Ist die telefonische Krankschreibung noch möglich?

Ja. Der Gemeinsame Bundesausschuss hat sie im Dezember 2023 dauerhaft ermöglicht, nachdem sie zuvor nur befristet galt.

Wie lange gilt eine telefonische Krankschreibung?

Für bis zu fünf Kalendertage. Besteht die Erkrankung danach fort, ist für die Folgebescheinigung ein Praxisbesuch nötig. Wurde die Erstbescheinigung in der Praxis ausgestellt, kann die Verlängerung auch telefonisch erfolgen.

Welche Voraussetzungen gelten für die telefonische Krankschreibung?

Die Praxis muss dich bereits kennen, und es dürfen keine schweren Symptome vorliegen, die eine persönliche Untersuchung erfordern. Einen Anspruch darauf gibt es nicht, die Praxis entscheidet im Einzelfall.

Geht eine telefonische Krankschreibung ohne Hausarzt?

In der Regel nicht, weil die Praxis dich kennen muss. Ohne Hausarztpraxis bleiben andere Wege, etwa eine Praxis, die dich neu aufnimmt, oder eine Videosprechstunde, wenn sie angeboten wird.

Kann jemand anderes mich beim Arbeitgeber krankmelden?

Ja. Bei erledigbar.de rufe ich, Danny Thiel, in deinem Auftrag beim Arbeitgeber an und melde dich krank, ohne eine Diagnose zu nennen. Den Anruf in der Arztpraxis musst du selbst führen.

erledigbar.de  ·  Blog  ·  Vertrag widerrufen · Verträge kündigen  ·  AGB  ·  Datenschutz  ·  Impressum

© 2026 Erledigbar · Danny Thiel · Kleinunternehmer gemäß § 19 UStG