Der Teufelskreis — und warum er so häufig ist
Soziale Angst, Telefonangst und Vermeidungsverhalten sind häufige Gründe warum Menschen Therapie suchen. Das Tragische: genau diese Symptome machen den ersten Schritt zur Therapie — das Anrufen bei Therapeuten — besonders schwer.
Du weißt dass du anrufen musst. Du nimmst das Telefon. Du legst es wieder weg. Du googelst den Therapeuten erneut. Du überlegst was du sagen sollst. Du legst es nochmal weg. Das ist nicht Faulheit — das ist der Mechanismus der dich zur Therapie gebracht hat.
Dazu kommen konkrete Hürden: Die meisten Therapeuten sind ausgebucht. Man ruft an, kommt auf die Warteliste, muss beim nächsten Therapeuten von vorne anfangen. Fünf, zehn, fünfzehn Praxen. Jeder Anruf neu. Das kostet Energie die am Ende des ersten Tags schon aufgebraucht ist.
Das muss nicht so sein. Es gibt Wege.
Alle Wege zum Therapieplatz — ohne Telefonat
Das sind die realen Optionen in Deutschland — von sofort verfügbar bis kassenfinanziert:
Die KÄV-Hotline — die meisten wissen nicht dass es sie gibt
Das ist der wichtigste Tipp in diesem Artikel. Seit 2019 sind alle Kassenärztlichen Vereinigungen verpflichtet, eine Terminservicestelle zu betreiben die innerhalb von vier Wochen ein Erstgespräch bei einem Psychotherapeuten vermittelt. Das ist gesetzlich vorgeschrieben.
Innerhalb von 4 Wochen ein Erstgespräch — gesetzlich garantiert.
Du brauchst: Krankenversicherungskarte und kurze Schilderung des Anliegens.
Was die KÄV-Hotline nicht ist: ein Therapieplatz. Sie vermittelt ein Erstgespräch — ob daraus eine laufende Therapie wird entscheidet sich im Gespräch. Aber dieser erste Termin ist oft der schwierigste Teil. Wer ihn hat, ist über die größte Hürde.
Und dieser eine Anruf bei der KÄV-Hotline — den kann ich für dich machen.
Was du während der Wartezeit tun kannst
Die Realität bei Kassentherapie: Zwischen Erstgespräch und regelmäßigen Therapiesitzungen liegen oft Monate. Diese Zeit muss nicht leer sein.
Wartegruppen: Viele Therapeuten bieten Wartegruppen für Menschen auf der Warteliste an — strukturierter Austausch in der Gruppe, kein Ersatz für Einzeltherapie aber ein echter Baustein.
Selbsthilfe-Apps mit Evidenz: Moodpath, Selfapy und HelloBetter haben klinisch validierte Programme für Depression, Angst und Stress. Kostenlos oder günstig als Überbrückung.
Selbsthilfegruppen: Für ADHS, soziale Angst und Depressionen gibt es in den meisten Städten kostenlose Selbsthilfegruppen — Deutsche Depressionshilfe, ADHS Deutschland e.V., und die NAKOS-Datenbank verzeichnen lokale Gruppen.
Und: Den Alltag entlasten. Was täglich Energie kostet und liegenbleibt — offene Anrufe, unerledigte Aufgaben — das zieht auch in der Wartezeit an dir. Das ist der Punkt wo ich konkret helfen kann, auch ohne Therapiebezug.
Den einen nötigen Anruf — den übernehm ich
Wenn du weißt welchen Therapeuten du ansprechen möchtest oder die KÄV anrufen willst — ich mache das. Du schreibst mir per WhatsApp: Praxis oder "KÄV-Hotline", deine Verfügbarkeit, dein grobes Anliegen in einem Satz. Ich rufe an und vereinbare den Termin in deinem Namen.
Wichtig zu wissen: Therapeuten und die KÄV-Hotline kennen Situationen in denen jemand anderes anruft. Das ist nicht ungewöhnlich. Ich gebe mich als Beauftragter zu erkennen, nenne deine Daten, und vereinbare den Ersttermin.
Das ist nicht dasselbe wie Therapie. Aber es ist der Schritt der Therapie möglich macht.
Falls du nebenbei noch andere Dinge hast die liegenbleiben — Arzttermine, Rezepte, Behörden — das gehört zum selben Muster. Hochfunktionale Angst und soziale Angst erzeugen genau diese Liste von Dingen die nicht erledigt werden. Jede einzelne davon ist delegierbar.
Den Anruf bei der KÄV oder beim Therapeuten übernehm ich. Einen Satz per WhatsApp — ich vereinbare den Termin. erledigbar.de
Auf meinem kostenlosen WhatsApp-Kanal schreibe ich über soziale Angst, Telefonangst und den Alltag damit — ohne Ratschläge die sich zu leicht anfühlen. Kanal kostenlos folgen →